Ossendorf

Ossendorf: Vom Luftkreuz des Westens bis zu den Zuckerrüben

Der Stadtteil Ossendorf hat eine lange Historie. Im Jahr 980 n. Chr. wurde er zum ersten Mal schriftlich erwähnt, wahrscheinlich reicht seine Geschichte aber noch weiter zurück. So wurden zum Beispiel im Sommer 1923 bei der Ausschachtung eines Kartoffelkellers an der Rochusstraße römische Brandgräber gefunden. Als Namensgeber des heutigen Stadtteils gilt das Rittergeschlecht „von Ossendorp“ aus dem 12. Jahrhundert.

Mehrere Bauernhöfe wie „Gut Frohnhof“ und „Gut Pisdorhof“ prägten maßgeblich die Geschichte des Viertels. Auf dem Gelände des Gut Frohnhof zum Beispiel errichtete Emil Pfeifer mit August Joest im Jahr 1851 die erste Fabrik zur Verarbeitung von Zuckerrüben im Regierungsbezirk Köln. Die Fabrik wurde allerdings im Jahr 1901 stillgelegt und acht Jahre später abgerissen.

Ebenfalls zu Ossendorf gehört auch das denkmalgeschützte Gebäude des früheren Flughafens Butzweilerhof. Er galt früher als „Luftkreuz des Westens“ und wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als erster ziviler Flughafen der Stadt Köln genutzt. Heute ist er mit ergänzenden Neubauten der Sitz der „Motorworld Köln - Rheinland“. Auf dem ehemaligen Flugfeld sind neue Wohnhäuser entstanden. Im angrenzenden Gewerbegebiet haben sich zahlreiche Unternehmen unterschiedlicher Branchen angesiedelt – von Einrichtungshäusern bis hin zu Medien-Produktionsgesellschaften.